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Huginabilien
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Unser Logo ist der Rabe. Er ist frech, unabhängig, intelligent und er trinkt gern, wie man von Wilhelm Busch weiß.
In der nordischen Mythologie gibt es die Raben Hugin und Munin - und darum haben wir einige "Huginabilien" gesammelt - rund um unser Wappentier. Kräh!
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Los geht es - natürlich - mit Wikipedia:
Die beiden Raben Hugin und Munin (altnordisch: Huginn und Muninn) sind die Begleiter Odins. Hugin ist der Gedanke (vergleiche Niederländisch: het geheugen; zich verheugen = Deutsch: das Gedächtnis; sich freuen) und Munin die Erinnerung. Sie werden jeden Morgen von Odin in die ganze Welt ausgesandt, um ihm bei ihrer Rückkehr über die Geschehnisse in der Welt zu berichten. Von diesen Raben stammt 'Rabengott' als Kenning für Odin. Im Grimnismal findet sich:
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Hugin und Munin müssen jeden Tag
Über die Erde fliegen. Ich fürchte, daß Hugin nicht nach Hause kehrt; Doch sorg ich mehr um Munin.
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Bei Willi Busch heißt er Hans Huckebein.
Hier die Episode vier:
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Jetzt aber naht sich das Malheur, Denn dies Getränke ist Likör.
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Es duftet süß. - Hans Huckebein Taucht seinen Schnabel froh hinein |
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Und läßt mit stillvergnügtem Sinnen Den ersten Schluck hinunterrinnen. |
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Nicht übel ! Und er taucht schon wieder Den Schnabel in die Tiefe nieder. |
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Er hebt das Glas und schlürft den Rest, Weil er nicht gern was übrig läßt. |
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Ei, ei ! Ihm wird so wunderlich, So leicht und doch absunderlich. |
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Er krächzt mit freudigem Getön Und muß auf einem Beine stehn. |
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Der Vogel, welcher sonsten fleucht, Wird hier zu einem Tier, was kreucht. |
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Und Übermut kommt zum Beschluß, Der alles ruinieren muß. |
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Er zerrt voll roher Lust und Tücke Der Tante künstliches Gestricke. |
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Der Tisch ist glatt - der Böse taumelt - Das Ende naht - sieh da ! Er baumelt. |
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"Die Bosheit war sein Hauptpläsier, Drum", spricht die Tante, "hängt er hier! |
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Nicht fehlen darf hier natürlich Christian Morgensterns: |
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Der Rabe Ralf will will hu hu dem niemand half still still du du half sich allein am Rabenstein will will still still huhu
Die Nebelfrau will will hu hu nimmt's nicht genau still still du du sie sagt nimm nimm 's ist nicht so schlimm will will still still huhu
Doch als ein Jahr will will hu hu vergangen war still still du du da lag im Rot der Rabe tot will will still still du du
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Km 21
Ein Rabe saß auf einem Meilenstein und rief Ka-em-zwei-ein, Ka-em-zwei-ein ...
Der Werhund lief vorbei, im Maul ein Bein, Der Rabe rief Ka-em-zwei-ein, zwei-ein.
Vorüber zottelte das Zapfenschwein, der Rabe rief und rief Ka-em-zwei-ein.
"Er ist besessen!" - kam man überein. "Man führe ihn hinweg von diesem Stein!"
Zwei Hasen brachten ihn zum Kräuterdachs. Sein Hirn war ganz verstört und weich wie Wachs.
Noch sterbend rief er (denn er starb dort) sein Ka-em-zwei-ein, Ka-em-Ka-em-zwei-ein ...
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Und noch ein klassisches Rabengedicht, es stammt von Friedrich Nietzsche:
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Die Krähen schrein und ziehen schwirren Flugs zur Stadt; bald wird es schnein, - wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!
Nun stehst du starr, schaust rückwärts, ach! wie lange schon! Was bist du Narr vor Winters in die Welt entflohn?
Die Welt - ein Tor zu tausend Wüsten stumm und kalt! Wer das verlor, was du verlorst, macht nirgends halt.
Nun stehst du bleich, zur Winter-Wanderschaft verflucht, dem Rauche gleich, der stets nach kältern Himmeln sucht.
Flieg, Vogel, schnarr dein Lied im Wüstenvogel-Ton! Versteck, du Narr, dein blutend Herz in Eis und Hohn!
Die Krähen schrein und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: bald wird es schnein, - weh dem, der keine Heimat hat! |
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... und aus der NZZ:
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ODIN, DER HERRSCHER der nordischen Götterwelt, hat den grossen schwarzen Vogel auf der Schulter. Die Indianer Nordamerikas verehren den Raben als Schöpfer der Welt. Im antiken Rom prophezeiten die Auguren aus dem Flug und den krächzenden Rufen des Vogels den Ausgang wichtiger Ereignisse. Als Galgenvogel gehörte der Rabe zum düsteren Dekor von Richtstätten, Friedhöfen und Schlachtfeldern. «Pechvogel» und «Unglücksrabe» stehen noch heute für missratenes Tun. Dabei ist Corvus corax, der Kolkrabe, alles andere als ein Menschenfeind. Und sein Verhalten zeugt von ausserordentlicher Intelligenz.
So beeindruckt der Rabe mit seinem enormen sprachlichen Talent: Er verfügt über mehr als achtzig verschiedene Rufe, vom mächtigen «quork, quork» auf Patrouille im Revier bis zum zärtlich geflüsterten «mm, mm» des Pärchens beim Nest, vom Winseln wie ein Hund bis zum melodischen Singsang. Wie nur wenige Vögel legt sich der Rabe ein persönliches akustisches Inventar zu, etwa einen besonderen Erkennungsruf, der dann von andern Raben als «Name» im Dialog verwendet wird (He, Hans! – Ja, Karl!). Zoologen der Universität Bern haben während Jahren die Rufe von Berner Raben registriert und örtlich verankerte Dialekte gefunden – mit einem «bilingualen» Dialekt in den Grenzgebieten. Der Kolkrabe hat das am höchsten entwickelte Hirn aller Vögel, eine Voraussetzung für seine Intelligenz. Er ist neugierig, erfinderisch und lernt schon früh Gefahren erkennen und meiden. Deshalb ist es fast unmöglich, einen erwachsenen Kolkraben lebendig zu fangen. Dank seiner vielseitigen Begabung kann der Vogel ein halbes Jahrhundert alt werden.
Ausdruck von Neugier ist auch das Spielen. Raben hängen sich kopfüber an einen Zweig, lassen sich fallen und landen mit einem Salto auf einem niedrigeren Zweig. Sie planschen wie Kinder im Wasser; sie klettern auf Schneehaufen und schlittern auf dem Bauch hinunter. In der Luft vollführen sie Loopings und Seitwärtsrollen. Man hat schon eine Flugshow beobachtet, bei der ein Rabe rücklings unter einem zweiten flog, wobei sich die beiden Vögel an den Krallen festhielten. |
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Last but not least: Edgar Allan Poe. Sein berühmtes "Der Rabe" kann man sich hier gleich mal anhören. |
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